Mitte Dezember erhielt die Rote Hilfe die überraschende Nachricht, dass all ihre Konten bei der GLS Bank und bei der Sparkasse Göttingen gekündigt wurden. Damit soll uns unsere Arbeitsgrundlage zur Verwaltung von Mitgliederbeiträgen und Unterstützung von Repressionsbetroffenen entzogen werden. Als mitgliederstärkste linke Organisation in Deutschland ist das ein Schlag ins Gesicht für uns alle.
Die Kontokündigungen gegen die Rote Hilfe und andere linke Organisationen stehen in Zusammenhang mit zunehmenden Drohungen der US-Regierung gegenüber Banken und Zahlungsdienstleistern, die unter dem Vorwand der Terrorismus- oder Sanktionsbekämpfung zunehmend als Instrumente politischer Kontrolle eingesetzt werden.
Die GLS Bank, die nach Außen hin lange als „sozial“ aufgetreten ist, entschied sich schlussendlich im Sinne des Kapitals zu handeln.
Uns zeigt das, dass die Banken und ihre Entscheidungsträger mehr Angst vor Umsatzeinbußen haben, als vor dem weiteren Aufstieg des Faschismus.
Auch diesen Schlag wehren wir gemeinsam ab und finden neue Wege. Kommt deshalb gerne zur Soliparty am 30.1. ab 19 Uhr im Komplex - Infoladen Trier. Denn wir als Rote Hilfe sind immer an Eurer Seite.